Aktuelles aus der Steuerwelt im April 2012

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Termin- und Erfolgsdruck, Stress, Burn-Out, nahezu jeder kann davon ein Lied singen und auch Prominente leiden inzwischen öffentlich. Immer mehr fühlen wir uns als Getriebene von Notwendigkeiten und treten unermüdlich im Hamsterrad, um die Alltagsaufgaben zu bewältigen. Doch was erzeugt den Stress? Sind es die Qualität und Vielfalt der Aufgaben? Die hohen Erwartungen? Dann würde der Dalai Lama wohl schon längst nicht mehr so entspannt lächeln.

Es ist nicht die Arbeitsmenge, die uns kaputt macht, sondern die von anderen und insbesondere auch durch die Finanzverwaltung aufgezwungenen Prioritäten. Lesen Sie in Ruhe in unseren neuen Mandantenrundschreiben „Aktuelles aus dem Steuerrecht“ sowie „Hinweise für den Unternehmeralltag“.

Uns ist eine kuriose Entscheidung des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz aufgefallen, gegen die beim BFH Revision eingelegt wurde: Das Finanzgericht hat sich zu der sehr grundsätzlichen Frage geäußert, ob eine steuerlich anzuerkennende doppelte Haushaltsführung auch dann vorliegt, wenn sich der am auswärtigen Beschäftigungsort tätige verheiratete Ehegatte am Beschäftigungsort gemeinsam mit seiner Freundin eine Wohnung anmietet. Das Finanzgericht sieht die Voraussetzungen nicht als gegeben an, weil die doppelte Haushaltsführung nicht ausschließlich beruflich begründet sei. Woraus die Richter diese Kenntnis entnehmen konnten, kann dem Sachverhalt leider nicht entnommen werden. Der BFH hat somit wieder einmal die Gelegenheit, zu einer wirklich sehr bedeutsamen Rechtsfrage Stellung beziehen zu können (AZ: VI R 25/11).

Wir wussten es schon immer: Das Steuerrecht verfolgt einen Menschen in Deutschland inzwischen überall hin; sogar beim Fremdgehen!

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und schöne Ostertage.

Köln, im April 2012
Friedbert Scheiffarth, Kollegen und Mitarbeiter

 

Haftungsausschluss: Der Inhalt unserer Rundschreiben ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Das Rundschreiben ersetzt nicht eine individuelle und persönliche Beratung, zu der wir jederzeit für Sie bereit sind.

Aktuelles aus der Steuerwelt im März 2012

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

über Vorschriften, wie eine Rechnung aussehen muss, haben wir schon oft berichtet. Aber auch der Rechnungsaussteller kann aufgrund der Ausstellung mehrerer Rechnungen mit Steuerausweis über dieselbe Leistung erhebliche Probleme bekommen. Unternehmer, die über bereits ausgeführte Umsätze oder über Voraus- oder Abschlagzahlungen zum Vorsteuerabzug berechtigende Einzelrechnungen erteilen und später in einer Gesamtabrechnung die Umsatzsteuer hierfür nochmals gesondert ausweisen, schulden die ausgewiesene Umsatzsteuer zusätzlich. Es sollte also so gestaltet werden, dass nur eine Rechnung, entweder die Einzelrechnung oder die spätere Gesamtabrechnung den Rechnungsempfänger zum Vorsteuerabzug berechtigt oder die gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer für ein Voraus- oder Anzahlungsrechnung in der Gesamtrechnung abgesetzt wird.

Laut Gesetz ist für die Ermittlung der Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte die kürzeste Entfernung maßgeblich. Der BFH hat nun Grundsätze aufgestellt, wonach auch eine längere Strecke die Günstigere sein kann. Er führt dazu in verschiedenen Urteilen (AZ: VI R 19/11 und VI R 46/10) aus, dass eine Straßenverbindung auch dann „offensichtlich verkehrsgünstiger“ sein kann als die kürzeste Verbindung, wenn sich dies aus Umständen wie Streckenführung u.Ä. ergibt.

In der letzten Zeit häufen sich wieder die Fälle, dass Hausdurchsuchungen durch die Steuerfahndung durchgeführt werden. Wir haben unserem heutigen Rundschreiben ein Merkblatt über das Verhalten bei Hausdurchsuchungen beigefügt. Wir bitten um Beachtung.

Übrigens: Das Schöne am Steuerzahlen ist: Es macht nicht süchtig.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühlingsbeginn.

Köln, im März 2012
Friedbert Scheiffarth, Kollegen und Mitarbeiter

 

Haftungsausschluss: Der Inhalt unserer Rundschreiben ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Das Rundschreiben ersetzt nicht eine individuelle und persönliche Beratung, zu der wir jederzeit für Sie bereit sind.

Aktuelles aus der Steuerwelt im Mai 2012

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wer eine Geldanlage plant, muss zuerst überlegen, ob er risikofreudig anlegen möchte oder ob er lieber auf Nummer sicher geht. Generell sind drei Aspekte zu beachten, die in der Regel nicht miteinander vereinbar sind: die Rendite, die Verfügbarkeit und die Sicherheit. Wer eine höhere Rendite haben möchte, muss dafür in aller Regel ein höheres Risiko und/oder eine langfristige Investition in Kauf nehmen. Wer jederzeit über sein Geld verfügen möchte, der legt es z. B. als Tagesgeld zum Preis einer niedrigeren Verzinsung an. Und wer eine sichere Anlage wünscht, der muss auf hohe Renditechancen verzichten. An diesem magischen Dreieck der Geldanlage führt kein Weg vorbei.

Auch elektronischer Schriftverkehr kann aufbewahrungspflichtig sein. Kaufleute sind nach § 257 HGB verpflichtet, bestimmte Unterlagen aufzubewahren, unabhängig davon ob, diese in Papierform oder elektronisch bestehen. Zu diesen Dokumenten gehören Handelsbriefe sowie Buchungsbeleg u.a.m. Voraussetzung für die Aufbewahrungspflicht ist, dass der elektronische Schriftverkehr der Vorbereitung, dem Abschluss und der Durchführung eines Handelsgeschäftes dient. Die Aufbewahrungsfrist beträgt zwischen 6 und 10 Jahres, je nach Art des Dokuments.

Übrigens: „Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation“

Wir wünschen Ihnen viele schöne Maitage.

Köln, im Mai 2012
Friedbert Scheiffarth, Kollegen und Mitarbeiter

 

Haftungsausschluss: Der Inhalt unserer Rundschreiben ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Das Rundschreiben ersetzt nicht eine individuelle und persönliche Beratung, zu der wir jederzeit für Sie bereit sind.

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